Peter May - Beim Leben deines Bruders ("The Lewis Man")
In Lewis, einer der rauen Hebrideninseln im Westen vor Schottland, wird beim Torfstechen eine gewaltsam zu Tode gekommene Moorleiche gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass diese Leiche nicht - wie zuerst erwartet - schon Jahrtausende alt ist, der Tote steckte erst einige Jahrzehnten im Moor. Fin MacLeod, bis vor kurzem Polizist in Edinburgh, ist nach dem Zerbrechen seiner Familie vor kurzem wieder nach Hause auf die Insel zurückgekehrt. Er wird gleich in den Fall verwickelt: Die Identität der Leiche ist unklar, aber eine DNA-Spur und kurz darauf der Mordverdacht fällt auf Tormod MacDonald, dem Vater von Fins Jugendliebe Marsaili. Doch wer ist der Tote? Kein Verwandter wird vermisst, und Tormond ist inzwischen ein alter Mann der schwer an Demenz erkrankt ist.
Tormonds Geschichte wird (nach und nach in Erinnerungsbruchstücken) aus seiner Sicht erzählt, wie sich demente Menschen wohl häufig noch sehr gut an ihre Jugend erinnern. Sehr einfühlsam geschildert wird das Gleiten aus Gegenwart in Vergangenheit und wieder zurück und die kleinen und großen Irrtümer und Vergesslichkeiten, die dieser Charakter auf Grund der Krankheit hat, auch die eigentlich würdelosen Momente dieser Krankheit werden sehr mit Würde dargestellt.
Starke einfühlsame Geschichte mit Überraschungsmomenten, starke Motivationen, hinreißende Landschaft, meist glaubwürdige Personen. Die Übersetzung von Silvia Morawetz ist mir zu keiner Minute unangenehm aufgefallen. (Das Undankbare an der Arbeit der Übersetzer ist ja, dass sie scheinbar unsichtbar ist. Nur die Fehler im Glas fallen auf.)
Bewertung: Fünf von fünf Sternen.
Die Geschichte steht für sich alleine sehr gut, wird aber vom Autor als Teil 2 der Lewis-Trilogie vermarktet. Systematischere Leser werden es vermutlich vorziehen, bei Teil 1 zu beginnen ("The Blackhouse", auf deutsch "Blackhouse"). Teil 3 ist anscheinend noch nicht auf deutsch erschienen.
Leider gibt es Teil 1 bei mir in der städtischen Onleihe momentan nicht und ist auch auf Englisch nicht ohne DRM zu kaufen (grrr).
kurze Kritiken, Rants, und andere subjektive Meinungen über (meist) elektronische Bücher, Onleihe, DRM und verwandte Themen. Immer dann, wenn ich mich von meinem aktuellen Buch losreissen konnte und das Real Live nicht im Weg stand (also selten).
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Mittwoch, 8. April 2015
Dienstag, 10. Februar 2015
Der Tote trägt Hut - Colin Cotteril * * * *
Der Tote trägt Hut (Killed at the Whim of a Hat, 2011)
Doktor Siri ist in Pension gegangen, aber Colin Cotteril kann auch andere Figuren aus Fernost zum Leben erwecken. Die thailändische Kriminal-Reporterin Jimm Juree - von ihrer skurilen Familie unfreiwillig in ein Provinznest verbannt - entdeckt endlich wieder eine große Story: Ein eingegrabener VW-Bus wurde gefunden - und zwei Skelette (eins mit Hut) sitzen noch auf den Vordersitzen. Nicht genug mit diesem Rätsel - wer tötete den Mönch? Und warum?
Spannend, lustig, exotisch, skuril, abgedreht. Liebevoll-lakonische Beschreibung von Menschen und Gesellschaft wie auch bei Doktor Siri, aber diesmal ohne Übersinnliches (und ich vermisse es auch nicht).
Die Übersetzung hat keine Zahnschmerzen bereitet, aber ein wenig vermisse ich schon das anspruchsvolle Englisch von Coterill. Leider hat die Onleihe nur deutsche Übersetzungen, keine Originale *schnief*.
Bechdel-Test: erfüllt. (Splatter-Faktor: Hab das Buch schon vor über 20 Tagen gelesen, erinnere mich nicht mehr ganz genau (und inzwischen ist die Onleihe-Leihfristes schon abgelaufen deswegen kann ich es nicht mehr nachtragen). Aber Colin Cotteril kann das schon mal etwas ins Detail gehen ... you have been warned)
4 von 5 Sternen.
Die scheinbar selbst gezeichnete Webseite von Colin Cotteril: http://www.colincotterill.com/books.htm (Barrierefrei ist anders, aber schön gezeichnet)
Doktor Siri ist in Pension gegangen, aber Colin Cotteril kann auch andere Figuren aus Fernost zum Leben erwecken. Die thailändische Kriminal-Reporterin Jimm Juree - von ihrer skurilen Familie unfreiwillig in ein Provinznest verbannt - entdeckt endlich wieder eine große Story: Ein eingegrabener VW-Bus wurde gefunden - und zwei Skelette (eins mit Hut) sitzen noch auf den Vordersitzen. Nicht genug mit diesem Rätsel - wer tötete den Mönch? Und warum?
Spannend, lustig, exotisch, skuril, abgedreht. Liebevoll-lakonische Beschreibung von Menschen und Gesellschaft wie auch bei Doktor Siri, aber diesmal ohne Übersinnliches (und ich vermisse es auch nicht).
Die Übersetzung hat keine Zahnschmerzen bereitet, aber ein wenig vermisse ich schon das anspruchsvolle Englisch von Coterill. Leider hat die Onleihe nur deutsche Übersetzungen, keine Originale *schnief*.
Bechdel-Test: erfüllt. (Splatter-Faktor: Hab das Buch schon vor über 20 Tagen gelesen, erinnere mich nicht mehr ganz genau (und inzwischen ist die Onleihe-Leihfristes schon abgelaufen deswegen kann ich es nicht mehr nachtragen). Aber Colin Cotteril kann das schon mal etwas ins Detail gehen ... you have been warned)
4 von 5 Sternen.
Die scheinbar selbst gezeichnete Webseite von Colin Cotteril: http://www.colincotterill.com/books.htm (Barrierefrei ist anders, aber schön gezeichnet)
Sonntag, 8. Februar 2015
Mord im Watt - Küsten Krimi, Christiane Franke * * * *
Mord im Watt - Küsten Krimi, Christiane Franke, 2011
In einer Nordsee-Raffinierie entdeckt ein Techniker eine Unregelmäßigkeit. Kurz darauf wird er tot aus der Nordsee geborgen.
Christine Cordes, Kommissarin aus Willhelmshaven macht Urlaub auf Langeoog. Deshalb muss ihre Kollegin Oda Wagner erst mal alleine ermitteln. Aber in Langeoog lernt Christine die Schwester des Toten kennen und wird so doch noch in die Untersuchung verwickelt.
Ein erfreulicher Beitrag zu den zur Zeit modernen Regionalkrimis. Die ermittelnden Protagonisten (ganz unangestrengt und selbstverständlich zwei Frauen) sind hier zum Glück deutlich weniger klischeehaft als z.B. der allgäuer Kommisar Kluftinger oder (noch schlimmer) der oberbayrische Franz Eberhofer. Von den Kommissarinnen und der Landschaft mag ich ganz gerne wieder mal lesen. Die Bösen sind in diesem Buch leider schon ein wenig Abziehbildchen, aber man kann ja nicht immer alles haben.
Die Kommissarinen haben sich merkbar schon in zwei vorherige Büchern zusammengerauft, man kann dieses dritte aber auch lesen ohne die Vorgänger zu kennen (bei der Onleihe ist es wie sonst auch in der Bücherei, man nimmt was gerade verfügbar ist und kann nicht unbedingt der Reihe nach lesen ...)
Im E-Book sind die Metadaten unsauber. Statt dem Namen des Autors steht da der Verlag ... ob da jetzt der Verlag oder die bei der Onleihe gepfuscht haben?
Bechdel-Test: erfüllt. Splatter-Faktor: IIRC gering (beurteilt 20 Tage nach lesen). Meine Bewertung: Vier von fünf Sternen.
Webseite der Autorin zur Krimireihe mit Christine Cordes und Oda Wagner: http://www.christianefranke.de/5.html
In einer Nordsee-Raffinierie entdeckt ein Techniker eine Unregelmäßigkeit. Kurz darauf wird er tot aus der Nordsee geborgen.
Christine Cordes, Kommissarin aus Willhelmshaven macht Urlaub auf Langeoog. Deshalb muss ihre Kollegin Oda Wagner erst mal alleine ermitteln. Aber in Langeoog lernt Christine die Schwester des Toten kennen und wird so doch noch in die Untersuchung verwickelt.
Ein erfreulicher Beitrag zu den zur Zeit modernen Regionalkrimis. Die ermittelnden Protagonisten (ganz unangestrengt und selbstverständlich zwei Frauen) sind hier zum Glück deutlich weniger klischeehaft als z.B. der allgäuer Kommisar Kluftinger oder (noch schlimmer) der oberbayrische Franz Eberhofer. Von den Kommissarinnen und der Landschaft mag ich ganz gerne wieder mal lesen. Die Bösen sind in diesem Buch leider schon ein wenig Abziehbildchen, aber man kann ja nicht immer alles haben.
Die Kommissarinen haben sich merkbar schon in zwei vorherige Büchern zusammengerauft, man kann dieses dritte aber auch lesen ohne die Vorgänger zu kennen (bei der Onleihe ist es wie sonst auch in der Bücherei, man nimmt was gerade verfügbar ist und kann nicht unbedingt der Reihe nach lesen ...)
Im E-Book sind die Metadaten unsauber. Statt dem Namen des Autors steht da der Verlag ... ob da jetzt der Verlag oder die bei der Onleihe gepfuscht haben?
Bechdel-Test: erfüllt. Splatter-Faktor: IIRC gering (beurteilt 20 Tage nach lesen). Meine Bewertung: Vier von fünf Sternen.
Webseite der Autorin zur Krimireihe mit Christine Cordes und Oda Wagner: http://www.christianefranke.de/5.html
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Samstag, 7. Februar 2015
Onleihe - Bücherei für Ebooks
Seit Januar bin ich wieder Mitglied der Stadtbücherei.
Der normale Jahresbeitrag ist nur 20 Euro hoch, dafür kann ich maximal 20 gedruckte Bücher gleichzeitig ausleihen. Und ausserdem darf man auch gleichzeitig 20 elektronische Bücher (o.ä. [¹]) ausleihen - in der Onleihe. Elektronische Bücher muß man nicht zurückbringen, die sind automatisch (bisher nicht änderbar) genau für 21 Tage ausgeliehen. Die Bücher sind mit einem "DRM-Schutz" versehen, so dass man sie nach Ablauf der Zeit nicht mehr lesen kann. Zurückbringen muß man die geliehenen elektronischen Bücher also nicht (als vergesslicher Mensch kann man sich so einiges an Überziehungsgebühren sparen).
Ich kaufe mir nur Medien ohne DRM, denn DRM beschneidet mir meine Eigentumsrechte zu sehr (ein gekauftes Buch will ich auch mal auf einem anderen Lesegerät nochmal lesen - und wenn mir dann der Kopierschutz-Server nicht mehr wohlgesonnen ist hab ich es verloren. Oder man muß sich die Mühe machen, das DRM zu knacken. Dazu habe ich aber keine Lust (mal abgesehen davon dass es möglicherweise nicht ganz legal ist)). Leider gibt es nicht viele Verlage, die ohne DRM verkaufen, schade. Aber für 20 Euro kann man auch viel mehr Bücher ausleihen als kaufen, da sind die Verlage dann ein klein wenig selber Schuld, wenn sie an mir nicht so viel verdienen ...
Beim Bücher ausleihen schmerzt mich DRM im Prinzip nicht (mal abgesehen davon dass es alles etwas komplizierter macht.) Hier habe ich ja sowieso kein Recht auf Dauerbesitz eingekauft.
Die Onleihe arbeitet mit dem "allseits beliebten" Adobe-Kopierschutz.
Von mir getestete Ausleihverfahren:
Auf dem Android Tablet kann man die Bücher mit der Onleihe-App ausleihen und mit dem Bluefire-Reader lesen. (Der Aldiko-Reader kann auch Adobe DRM, das Ausleihen hatte bei meinem kleinen Test damit aber nicht funktioniert).
Oder man besucht mit dem Webbrowser auf dem Tolino (E-Paper E-Book-Reader) die Onleihe-Webseite und lädt sich das Buch herunter.
Beides hat mit dem ersten Buch hervorragend funktioniert, beim zweiten und dritten Buch gab es irgendeinen DRM-Ärger der den Download verhinderte. Ich bin dem nicht lange nachgegangen. Auf dem Tolino kann ich besser lesen, da der Webbrowser aber keine Bookmarks kann will man das auf diese Weise sowieso nicht sehr gerne herunterladen (das Gerät ist zum Bücher lesen sehr gut, aber nur sehr schlecht zum Internet surfen. Dafür braucht es auch mit Beleuchtung viel viel weniger Strom als das Tablet und leuchtet nachts deutlich weniger aufdringlich, und auch bei starken Sonnenschein kann man darauf wie Papier lesen).
Deswegen lade ich die ASCM-Datei (Adobe Content Server Message aka "Das wäre Ihr Buch gewesen, aber downloaden musst Du es noch mal extra, ätsch"-XML) mit dem Browser herunter, die wird dann automatisch vom Programm "Adobe Digital Editions" geöffnet das dann die eigentliche E-Book-Datei herunterlädt.
Damit liegt das Buch auf der Festplatte, wird von mir in Calibre geladen und von dort aus auf den Tolino geschubst (Die abgelaufenen E-Books lösche ich dann auch wieder mit Calibre vom Tolino). In Calibre kann man das Buch natürlich nicht lesen, ausser man macht da mühsame und unerlaubte Dinge mit Anti-DRM-Plugins (nicht getestet).
Da ich als alter Linuxer kein Windows oder Mac-OS verwende, mußte ich mir "Adobe Digital Editions" unter Wine (Windows Emulation) installieren, das geht ganz gut wenn man das über das Hilfsprogram "winetricks" erledigen lässt (sonst ist es eine Plage).
Das klingt jetzt doch ein wenig kompliziert, dabei dauert E-Book ausleihen und aufs Gerät spielen inzwischen aber deutlich kürzer als eine halbe Minute (ohne Aussuchen!). Gekaufte Bücher (immer ohne DRM) schiebe ich natürlich ohne Umweg über Adobe Digital Editions direkt mit Calibre auf das Lesegerät.
Mehr zur Onleihe bestimmt noch später in diesem Blog ... und über DRM rante ich auch gerne :-)
--
[¹] neben elektronischen Büchern gibts auch noch "eAudio", "eVideo", "ePaper" und "eMagazine" mit unterschiedlichen Ausleihfristen. Diese Medientypen sind im DRM-Handling noch Linux-unkompatibler, aber ich habe mich bisher auch noch nicht sehr dafür interessiert. Die Anzahl der ausleihbaren Medien ist bei den verschiedenen Onleihe-Verbänden sehr unterschiedlich, im Nachbarlandkreis darf man in 21 Tagen nur 8 Bücher ausleihen (Horror für Schnellleser, man kann die Bücher ja nicht frühzeitig zurückbringen).
Der normale Jahresbeitrag ist nur 20 Euro hoch, dafür kann ich maximal 20 gedruckte Bücher gleichzeitig ausleihen. Und ausserdem darf man auch gleichzeitig 20 elektronische Bücher (o.ä. [¹]) ausleihen - in der Onleihe. Elektronische Bücher muß man nicht zurückbringen, die sind automatisch (bisher nicht änderbar) genau für 21 Tage ausgeliehen. Die Bücher sind mit einem "DRM-Schutz" versehen, so dass man sie nach Ablauf der Zeit nicht mehr lesen kann. Zurückbringen muß man die geliehenen elektronischen Bücher also nicht (als vergesslicher Mensch kann man sich so einiges an Überziehungsgebühren sparen).
Ich kaufe mir nur Medien ohne DRM, denn DRM beschneidet mir meine Eigentumsrechte zu sehr (ein gekauftes Buch will ich auch mal auf einem anderen Lesegerät nochmal lesen - und wenn mir dann der Kopierschutz-Server nicht mehr wohlgesonnen ist hab ich es verloren. Oder man muß sich die Mühe machen, das DRM zu knacken. Dazu habe ich aber keine Lust (mal abgesehen davon dass es möglicherweise nicht ganz legal ist)). Leider gibt es nicht viele Verlage, die ohne DRM verkaufen, schade. Aber für 20 Euro kann man auch viel mehr Bücher ausleihen als kaufen, da sind die Verlage dann ein klein wenig selber Schuld, wenn sie an mir nicht so viel verdienen ...
Beim Bücher ausleihen schmerzt mich DRM im Prinzip nicht (mal abgesehen davon dass es alles etwas komplizierter macht.) Hier habe ich ja sowieso kein Recht auf Dauerbesitz eingekauft.
Die Onleihe arbeitet mit dem "allseits beliebten" Adobe-Kopierschutz.
Von mir getestete Ausleihverfahren:
Auf dem Android Tablet kann man die Bücher mit der Onleihe-App ausleihen und mit dem Bluefire-Reader lesen. (Der Aldiko-Reader kann auch Adobe DRM, das Ausleihen hatte bei meinem kleinen Test damit aber nicht funktioniert).
Oder man besucht mit dem Webbrowser auf dem Tolino (E-Paper E-Book-Reader) die Onleihe-Webseite und lädt sich das Buch herunter.
Beides hat mit dem ersten Buch hervorragend funktioniert, beim zweiten und dritten Buch gab es irgendeinen DRM-Ärger der den Download verhinderte. Ich bin dem nicht lange nachgegangen. Auf dem Tolino kann ich besser lesen, da der Webbrowser aber keine Bookmarks kann will man das auf diese Weise sowieso nicht sehr gerne herunterladen (das Gerät ist zum Bücher lesen sehr gut, aber nur sehr schlecht zum Internet surfen. Dafür braucht es auch mit Beleuchtung viel viel weniger Strom als das Tablet und leuchtet nachts deutlich weniger aufdringlich, und auch bei starken Sonnenschein kann man darauf wie Papier lesen).
Deswegen lade ich die ASCM-Datei (Adobe Content Server Message aka "Das wäre Ihr Buch gewesen, aber downloaden musst Du es noch mal extra, ätsch"-XML) mit dem Browser herunter, die wird dann automatisch vom Programm "Adobe Digital Editions" geöffnet das dann die eigentliche E-Book-Datei herunterlädt.
Damit liegt das Buch auf der Festplatte, wird von mir in Calibre geladen und von dort aus auf den Tolino geschubst (Die abgelaufenen E-Books lösche ich dann auch wieder mit Calibre vom Tolino). In Calibre kann man das Buch natürlich nicht lesen, ausser man macht da mühsame und unerlaubte Dinge mit Anti-DRM-Plugins (nicht getestet).
Da ich als alter Linuxer kein Windows oder Mac-OS verwende, mußte ich mir "Adobe Digital Editions" unter Wine (Windows Emulation) installieren, das geht ganz gut wenn man das über das Hilfsprogram "winetricks" erledigen lässt (sonst ist es eine Plage).
Das klingt jetzt doch ein wenig kompliziert, dabei dauert E-Book ausleihen und aufs Gerät spielen inzwischen aber deutlich kürzer als eine halbe Minute (ohne Aussuchen!). Gekaufte Bücher (immer ohne DRM) schiebe ich natürlich ohne Umweg über Adobe Digital Editions direkt mit Calibre auf das Lesegerät.
Mehr zur Onleihe bestimmt noch später in diesem Blog ... und über DRM rante ich auch gerne :-)
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[¹] neben elektronischen Büchern gibts auch noch "eAudio", "eVideo", "ePaper" und "eMagazine" mit unterschiedlichen Ausleihfristen. Diese Medientypen sind im DRM-Handling noch Linux-unkompatibler, aber ich habe mich bisher auch noch nicht sehr dafür interessiert. Die Anzahl der ausleihbaren Medien ist bei den verschiedenen Onleihe-Verbänden sehr unterschiedlich, im Nachbarlandkreis darf man in 21 Tagen nur 8 Bücher ausleihen (Horror für Schnellleser, man kann die Bücher ja nicht frühzeitig zurückbringen).
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