Thriller aus der Zeit der Finanzkrise in Island: Der unsympathische isländische Milliardär Reynir Sveinn Reynisson, Gewinner der Bankenkrise, wird in seiner Villa in Reykjavik brutal ermordet. In Rückblicken erfährt man warum und wie der Täter angeheuert wurde und wie vorgegangen wurde. Zum Schluss werden Täter und Auftraggeber gefasst und verurteilt.
Skrupellose und modern unsympathische Finanzmenschen, skrupelloser Täter, skrupellose Diamantenhändler, brave Polizisten, leicht skrupellose Journalisten. Man kann das Buch schon lesen ohne gelangweilt zu sein, aber so richtig begeistert hat es mich nicht. Die "netten" Menschen sind deutlich in der Unterzahl, aber sowohl von den Sympathen als auch von den Unsympathen will man eigentlich gar nicht mehr wissen. Von den Eigenheiten Islands bekommt man eigentlich kaum etwas mit (ja, Thriller sind keine Reiseführer oder Heimatromane, aber etwas Atmosphäre würde das Buch speziell machen).
Einzig gut: Die klaren Schattenseiten von Biometrie werden hier deutlich herausgestellt.
Splatter-Faktor: hoch
Bewertung: Drei von fünf Sternen
kurze Kritiken, Rants, und andere subjektive Meinungen über (meist) elektronische Bücher, Onleihe, DRM und verwandte Themen. Immer dann, wenn ich mich von meinem aktuellen Buch losreissen konnte und das Real Live nicht im Weg stand (also selten).
Posts mit dem Label Action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 1. Mai 2015
Freitag, 24. April 2015
Jon Stock, Verrat in eigener Sache ( * * * * )
Jon Stock, Verrat in eigener Sache ("Games Traitors Play"), Spionagethriller
Seit Salim Dhar - überzeugter Djihadist und Sohn eines früheren MI6-Agenten - den amerikanischen Präsidenten in Delhi fast erschossen hatte, wird er von den westlichen Geheimdienste intensiv gesucht. Die Amerikaner vermuten Dhar in Afghanistan und versuchen ihn mit einer Kampfdrone abzuschiessen, und fallen damit auf einen Trick von Dhar herein. Sein Halbbruder Daniel Marchant, MI6-Agent, vom CIA gefoltert um Details zu verraten die er nicht hatte, ist in ihm in Marakesch dicht auf der Spur - bis ein russischer Hubschrauber im Atlasgebirge Dhar abholt.
Spannend, aber manchmal etwas "too much" und leicht oberflächlich. Ich hab das Buch einfach so angefangen ohne nachzusehen ob es jetzt ein britischer oder amerikanischer Autor ist, im ersten Kapitel befürchtet man schon "amerikanisch-waffenstarrend-heldenhaft", aber so nach und nach wird schon klar, dass es ein britischer Autor sein muss ... die amerikanischen Militärs und Geheimdienste kommen zu schlecht weg. Insgesamt sind alle Geheimdienstler sehr in ihrer Spiegelwelt und ihren Lügen verfangen (vielleicht kann man vermuten, dass dieser Aspekt realistisch ist, auch wenn die Aktionen sicher kaum so aktionlastig sind wie hier). Zum Ende hin werden ein paar Protagonisten etwas menschlicher, das wird dann aber unrealistisch ... und die Action ist natürlich sowieso unrealistisch, aber das ist bei Spionage-Thrillern ja immer so und gehört dazu...
Splatter-Faktor: Folter (Tipp: nicht vorm Zahnarztbesuch lesen), sonst medium, "die Guten" sind allerdings auch eher skrupellos (wenn provoziert).
Bechtel-Faktor: IIRC nicht erfüllt, aber immerhin eine selbstbewusste weibliche Nebenfigur
Bewertung: Vier von fünf Sternen (oder drei? Naja, geben wir mal vier, die Szenerie - besonders in Marokko - ist ganz überzeugend geschildert)
Bewertung: Vier von fünf Sternen (oder drei? Naja, geben wir mal vier, die Szenerie - besonders in Marokko - ist ganz überzeugend geschildert)
Labels:
4****,
Action,
Agent,
England,
Folter,
Geheimdienst,
Jon Stock,
Kurzkritik,
London,
Marokko,
Miltär,
Onleihe Buch,
Russland,
Spionage,
Terror,
Thriller,
Übersetzung
Abonnieren
Posts (Atom)