Einen Schuss und eine zugeschlagene Tür hörte der Telefonist in einer Taxizentrale, und eine Nachbarin findet dann den erschossenen Andreas Schmidt, Mitarbeiter in einer Brauerei und Aushilfsfahrer bei genau dem selben Taxiunternehmen.
Der Ermordete war anscheinend ein ruhiger, korrekter und freundlicher Mitmensch dem niemand etwas böses wollte. Die Kommissarinnen Oda Wagner und Christine Cordes gehen allen Spuren nach aber tappen zuerst im Dunkeln: Gab es Unregelmäßigkeiten in der Brauerei oder beim Taxiunternehmen? Ist einer der beiden Freigänger rückfällig geworden, die bei dem Taxiunternehmen arbeiten? Christine wird zudem mit ihrem Privatleben stark abgelenkt und gerät in große Gefahr.
Das Label "Regionalkrimi" trägt dieses Buch aus der Reihe um Oda Wagner und Christine Cordes wohl eher aus Marketinggründen, die Handlung könnte eigentlich in jeder Großstadt mit Brauerei und ländlichem Umland spielen. Auch "Ebbe und Flut" aus dem Titel ist höchstens im übertragenen Sinn zu verstehen, Meer und Watt spielen hier keine Rolle. Weil das Buch aber spannend und intensiv ist und das menschliche Miteinander gut geschildert wird, fällt das gar nicht negativ auf.
Splatterfaktor: mäßig, aber nur für hartgesottene Schwangere ...
Bewertung: Fünf von fünf Sternen
kurze Kritiken, Rants, und andere subjektive Meinungen über (meist) elektronische Bücher, Onleihe, DRM und verwandte Themen. Immer dann, wenn ich mich von meinem aktuellen Buch losreissen konnte und das Real Live nicht im Weg stand (also selten).
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Samstag, 16. Mai 2015
Dienstag, 28. April 2015
Schindeln am Dach - Jacqueline Gillespie ( * * * * * )
"Schindeln am Dach, hat die Großmutter immer gesagt, wenn sie nicht hat wollen hat, dass von unsere Leut was nach draußen dringt. Da hat man niemandem erzählen dürfen, was im Haus passiert ist, wenn es einen Streit gegeben hat oder sonst was."Am Fuße des Schneebergs, in Neisselbach (einem fiktiven Dorf in der Nähe Wiens) wird im Wald ein Toter gefunden: Mitten ins Herz wurde der Goldbacher-Leonard geschossen, Sohn vom Bauern Goldbacher-Severin, außerdem Verwalter und Pirschführer vom Schloss Fürchtenbert.
"Ein Elend, hab ich mir gedacht, so ein fescher Mann mit seinen schwarzen Haar und den grünen Augen, und dann kommt einer daher und schießt ihn nieder. Und keiner kann sich auch nur irgendwie vorstellen, wieso."Eine alteingessesene Dorfbewohnerin unterstützt mit ihrer Menschenkenntnis und dem Wissen über die örtlichen Gegebenheiten die Polizei bei ihren Ermittlungen: Doktor Patrick Sandor, Sektionschef bei der Wiener Kriminalpolizei und Kriminalinspektor Müller sowie den örtliche Gendarm Singer-Simon. Auch wenn die alte Bäuerin im Herbst natürlich anderes zu tun hat ...
"Der Powidl war schon fast fertig, das war mir im Moment wichtiger als wie so eine Neuigkeit.
Von Tratscherei halt ich ja rein gar nichts, davon leben kann man auch nicht, und außerdem haben mir die Füß schon ganz schön wehgetan."
Gemächlich geht es zu in diesem Provinzkrimi, Action sollte man keine erwarten. Die Menschen sind fein gezeichnet, auch die Landbevölkerung wird hier nicht als naiv dargestellt. Sehr schön: der Wechsel der Erzählperspektive ist hier sehr klar an an der Sprache erkennbar. Leichtes österreichisch sollte der Leser schon verstehen (bayrische Sprachkenntnisse helfen aber auch), wobei die speziellen österreichischen Wörter auch hinten im Buch erklärt werden (bei einem E-Book ist das hinten nachsehen halt ein wenig mühsamer).
Splatter-Faktor: gering
Bechtel-Test: erfüllt
Bewertung: Fünf Sterne (ich schwanke zwischen vier und fünf, aber das Buch hat mich vermutlich auch gerade in einer passenden Stimmung erwischt ;-) )
Das Buch ist das zweite aus der Reihe "Schneeberg-Krimi", das erste ("Schade um die Lebenden") gibt es leider nicht in der Onleihe. Aber kaufen werde ich es mir, das gibt es nämlich ohne DRM-Ärger: Der Haymon Verlag verkauft beide Bücher mit Soft-DRM, also mit Wasserzeichen. Das ist ein Kopierschutz der einen nicht daran hindert, das Buch auf allerlei späteren Lesegeräten auch noch lesen zu können ohne von einem Service wie Adobe-ID abhängig zu sein. Sehr lobenswert!
Donnerstag, 16. April 2015
Robert Harris - Intrige ( * * * * * )
Robert Harris - Intrige ("An Officer and a Spy")
Alles ein Justizirrtum - darauf besteht der französische Hauptmann Alfred Dreyfus 1894, dennoch wird er wegen Landesverrats verurteilt und zu lebenslanger Haft unter unmenschlichen Bedingungen auf die Teufelsinsel verbannt. Die Militärführung ist sich sicher: Kein Justizirrtum, jeglicher Vermutung Richtung Irrtum ist böse Propaganda und militärkraftzersetzend, weitermachen! Marie-Georges Picquart, Offizier, Beobachter des Verfahrens und seit kurzem Chef von "Sektion 2" - dem französischen Militärgeheimdienstes - deckt jedoch bald auf, dass Beweise gefälscht wurden und dass der Verräter ein anderer sein muß. Dieses Politikum ist jedoch heikel, er verwickelt sich mehr, als erst mal für seine Karriere gut sein kann ...
Die Dreyfus-Affäre war ein realer Fall, der damals weit über die französische Republik hinweg große Kreise gezogen hat. Wie meistens bei Robert Harris: Ein Thriller auf Basis von realen Begebenheiten. Nur das Picquart ein Tagebuch hinterliess - so Harris - ist Fiktion, alle anderen Figuren gab es tatsächlich. Spannend aufbereitete Geschichtsstunde aus Sicht des sympatisch dargestellten Picquart.
Bewertung: Fünf von fünf Sternen
Alles ein Justizirrtum - darauf besteht der französische Hauptmann Alfred Dreyfus 1894, dennoch wird er wegen Landesverrats verurteilt und zu lebenslanger Haft unter unmenschlichen Bedingungen auf die Teufelsinsel verbannt. Die Militärführung ist sich sicher: Kein Justizirrtum, jeglicher Vermutung Richtung Irrtum ist böse Propaganda und militärkraftzersetzend, weitermachen! Marie-Georges Picquart, Offizier, Beobachter des Verfahrens und seit kurzem Chef von "Sektion 2" - dem französischen Militärgeheimdienstes - deckt jedoch bald auf, dass Beweise gefälscht wurden und dass der Verräter ein anderer sein muß. Dieses Politikum ist jedoch heikel, er verwickelt sich mehr, als erst mal für seine Karriere gut sein kann ...
Die Dreyfus-Affäre war ein realer Fall, der damals weit über die französische Republik hinweg große Kreise gezogen hat. Wie meistens bei Robert Harris: Ein Thriller auf Basis von realen Begebenheiten. Nur das Picquart ein Tagebuch hinterliess - so Harris - ist Fiktion, alle anderen Figuren gab es tatsächlich. Spannend aufbereitete Geschichtsstunde aus Sicht des sympatisch dargestellten Picquart.
Bewertung: Fünf von fünf Sternen
Mittwoch, 8. April 2015
Beim Leben deines Bruders - Peter May ( * * * * * )
Peter May - Beim Leben deines Bruders ("The Lewis Man")
In Lewis, einer der rauen Hebrideninseln im Westen vor Schottland, wird beim Torfstechen eine gewaltsam zu Tode gekommene Moorleiche gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass diese Leiche nicht - wie zuerst erwartet - schon Jahrtausende alt ist, der Tote steckte erst einige Jahrzehnten im Moor. Fin MacLeod, bis vor kurzem Polizist in Edinburgh, ist nach dem Zerbrechen seiner Familie vor kurzem wieder nach Hause auf die Insel zurückgekehrt. Er wird gleich in den Fall verwickelt: Die Identität der Leiche ist unklar, aber eine DNA-Spur und kurz darauf der Mordverdacht fällt auf Tormod MacDonald, dem Vater von Fins Jugendliebe Marsaili. Doch wer ist der Tote? Kein Verwandter wird vermisst, und Tormond ist inzwischen ein alter Mann der schwer an Demenz erkrankt ist.
Tormonds Geschichte wird (nach und nach in Erinnerungsbruchstücken) aus seiner Sicht erzählt, wie sich demente Menschen wohl häufig noch sehr gut an ihre Jugend erinnern. Sehr einfühlsam geschildert wird das Gleiten aus Gegenwart in Vergangenheit und wieder zurück und die kleinen und großen Irrtümer und Vergesslichkeiten, die dieser Charakter auf Grund der Krankheit hat, auch die eigentlich würdelosen Momente dieser Krankheit werden sehr mit Würde dargestellt.
Starke einfühlsame Geschichte mit Überraschungsmomenten, starke Motivationen, hinreißende Landschaft, meist glaubwürdige Personen. Die Übersetzung von Silvia Morawetz ist mir zu keiner Minute unangenehm aufgefallen. (Das Undankbare an der Arbeit der Übersetzer ist ja, dass sie scheinbar unsichtbar ist. Nur die Fehler im Glas fallen auf.)
Bewertung: Fünf von fünf Sternen.
Die Geschichte steht für sich alleine sehr gut, wird aber vom Autor als Teil 2 der Lewis-Trilogie vermarktet. Systematischere Leser werden es vermutlich vorziehen, bei Teil 1 zu beginnen ("The Blackhouse", auf deutsch "Blackhouse"). Teil 3 ist anscheinend noch nicht auf deutsch erschienen.
Leider gibt es Teil 1 bei mir in der städtischen Onleihe momentan nicht und ist auch auf Englisch nicht ohne DRM zu kaufen (grrr).
In Lewis, einer der rauen Hebrideninseln im Westen vor Schottland, wird beim Torfstechen eine gewaltsam zu Tode gekommene Moorleiche gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass diese Leiche nicht - wie zuerst erwartet - schon Jahrtausende alt ist, der Tote steckte erst einige Jahrzehnten im Moor. Fin MacLeod, bis vor kurzem Polizist in Edinburgh, ist nach dem Zerbrechen seiner Familie vor kurzem wieder nach Hause auf die Insel zurückgekehrt. Er wird gleich in den Fall verwickelt: Die Identität der Leiche ist unklar, aber eine DNA-Spur und kurz darauf der Mordverdacht fällt auf Tormod MacDonald, dem Vater von Fins Jugendliebe Marsaili. Doch wer ist der Tote? Kein Verwandter wird vermisst, und Tormond ist inzwischen ein alter Mann der schwer an Demenz erkrankt ist.
Tormonds Geschichte wird (nach und nach in Erinnerungsbruchstücken) aus seiner Sicht erzählt, wie sich demente Menschen wohl häufig noch sehr gut an ihre Jugend erinnern. Sehr einfühlsam geschildert wird das Gleiten aus Gegenwart in Vergangenheit und wieder zurück und die kleinen und großen Irrtümer und Vergesslichkeiten, die dieser Charakter auf Grund der Krankheit hat, auch die eigentlich würdelosen Momente dieser Krankheit werden sehr mit Würde dargestellt.
Starke einfühlsame Geschichte mit Überraschungsmomenten, starke Motivationen, hinreißende Landschaft, meist glaubwürdige Personen. Die Übersetzung von Silvia Morawetz ist mir zu keiner Minute unangenehm aufgefallen. (Das Undankbare an der Arbeit der Übersetzer ist ja, dass sie scheinbar unsichtbar ist. Nur die Fehler im Glas fallen auf.)
Bewertung: Fünf von fünf Sternen.
Die Geschichte steht für sich alleine sehr gut, wird aber vom Autor als Teil 2 der Lewis-Trilogie vermarktet. Systematischere Leser werden es vermutlich vorziehen, bei Teil 1 zu beginnen ("The Blackhouse", auf deutsch "Blackhouse"). Teil 3 ist anscheinend noch nicht auf deutsch erschienen.
Leider gibt es Teil 1 bei mir in der städtischen Onleihe momentan nicht und ist auch auf Englisch nicht ohne DRM zu kaufen (grrr).
Dienstag, 24. Februar 2015
Bosporusgold - Jürgen Ebertowski ( * * * * * )
Professor Demirel, ein weltbekannter Byzanzexperte, wird mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Kurz zuvor hat er Dokumente entdeckt, die auf altertümliche Schätze im Bosporus hindeuten könnten. Japanische Investoren für einen möglichen sehr komplexen Brückenbau über den Bosporus bestehen in den Vertragsverhandlungen auf Bergungsrechte - gibt es da Zusammenhänge? Süleyman Bey vom Institut zur Erhaltung türkischer Kulturgüter bittet den deutschen Japankenner Eugen Meunier um Hilfe. Meuniers türkische, deutsche und japanische Freunde assistieren bei der Lösung des Falls.
Spannender und ungewöhnlicher Krimi-Thriller in Istanbul mit Ausflügen nach Japan und Deutschland. Das Buch feiert die kulturelle Vielfalt und macht Lust die Schauplätze - vor allem natürlich Istanbul - zu besuchen. Nur die Slapstick-Szene ganz am Ende hätte nicht unbedingt sein müssen.
Splatter-Faktor: Gering
Bechdel-Test: Bin mir nicht sicher. Der Protagonist ist männlich, aber die weiblichen Nebenfiguren sind jedenfalls auch selbstbewusste Wesen die rational handeln und zur Lösung des Falls beitragen.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Auf der Autoren-Webseite zu diesem Buch (in deutsch und japanisch) sieht man, dass es dieses und andere Bücher passenderweise auch auf Türkisch gibt: http://www.ebertowski.com/Tb.Bosporus.html
Spannender und ungewöhnlicher Krimi-Thriller in Istanbul mit Ausflügen nach Japan und Deutschland. Das Buch feiert die kulturelle Vielfalt und macht Lust die Schauplätze - vor allem natürlich Istanbul - zu besuchen. Nur die Slapstick-Szene ganz am Ende hätte nicht unbedingt sein müssen.
Splatter-Faktor: Gering
Bechdel-Test: Bin mir nicht sicher. Der Protagonist ist männlich, aber die weiblichen Nebenfiguren sind jedenfalls auch selbstbewusste Wesen die rational handeln und zur Lösung des Falls beitragen.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Auf der Autoren-Webseite zu diesem Buch (in deutsch und japanisch) sieht man, dass es dieses und andere Bücher passenderweise auch auf Türkisch gibt: http://www.ebertowski.com/Tb.Bosporus.html
Freitag, 20. Februar 2015
Schreib das auf Kisch! - Egon Erwin Kisch ( * * * * * )
Egon Erwin Kisch war als einfacher österreichischer Soldat im ersten Weltkrieg im Serbienfeldzug an der Front. Dieses Kriegstagebuch zeigt ohne jegliche Beschönigung sehr eindringlich die Hässlichkeit des Krieges in allen Details.
Ich hatte es zwischendurch mal weggelegt und etwas anderes gelesen - die Lektüre kann verstörend sein und ist vom Inhalt (aber nicht von der Sprache) schwer verdaulich. Dann musste ich es aber doch fertiglesen, der "rasende Reporter" hat einen sehr eindringlich hinreißenden Stil.
Splatter-Faktor: hoch (noch schlimmer, weil kein Fantasieprodukt sondern Realität)
Bewertung: Fünf von fünf Sternen
Ich hatte es zwischendurch mal weggelegt und etwas anderes gelesen - die Lektüre kann verstörend sein und ist vom Inhalt (aber nicht von der Sprache) schwer verdaulich. Dann musste ich es aber doch fertiglesen, der "rasende Reporter" hat einen sehr eindringlich hinreißenden Stil.
Splatter-Faktor: hoch (noch schlimmer, weil kein Fantasieprodukt sondern Realität)
Bewertung: Fünf von fünf Sternen
Freitag, 13. Februar 2015
Der Ruf des Kuckucks - Robert Galbraith * * * * *
Der Ruf des Kuckucks ("The Cuckoo's Calling") von Robert Galbraith aka J. K. Rowling
Robin Ellacott soll für eine Woche als Zeitarbeits-Sekretärin bei einem neuen Arbeitsplatz im Londoner Stadtteil Soho antreten. Es stellt sich heraus, dass Ihr neuer temporärer Arbeitgeber Cormoran Strike ein Detektiv ist, dessen Detektei - kurz vor dem Bankrot - sich eigentlich gar keine neue Sekretärin leisen kann. Doch Robin bringt Ihrem neuen Arbeitgeber Glück - im neuen lukrativen Auftrag soll die Detektei herausfinden, ob das sich das kürzlich zu Tode gestürzte Star-Model Lula Landry wirklich Suizid begangen hat oder doch vom Balkon gestossen wurde.
Die dichte Atmosphäre des Romans ist deutlich spürbar, auch nach der (guten) Übersetzung von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz. (Wenn man es jetzt ohne DRM kaufen könnte, würde ich mir die Originalfassung auch noch mal als E-Book kaufen. Wer nach "The Cuckoo's Calling EPUB" sucht, findet leider fast nur urheberrechtlich fragliche Seiten. Schade. Aber mit DRM kaufen und illegal herunterladen bestärkt dann gleich zweimal unerwünschtes Verhalten und wird von mir deshalb nicht gemacht.)
Gut gefallen hat mir die engagiert mitermittelnde Sekretärin. Mode- und Musikbusiness mit angeschlossenem Promirummel werden so hohl dargestellt wie sich das die lesende Hella schon immer vorgestellt hat (ob das jetzt der Realität entspricht, weiss ich nicht, aber Promirummel wird Frau Rowling ja sicher kennen ...).
Klassischer Detektivroman (allerdings mit Mobilfunk und Internet) mit wenig hektischer Action aber zielgerichteten Ermittlungen, ich hab auch nicht gleich erraten wer der Täter ist.
Bechdel-Test: erfüllt. Splatter-Faktor: niedrig.
Fünf von fünf Sternen.
(Auf die Webseite verlinke ich bewusst nicht. Ohne Javascript sieht man gar nix, mit versucht es eine Art Multimediashow von Herumblätternden Grafikblöcken zu sein.)
Robin Ellacott soll für eine Woche als Zeitarbeits-Sekretärin bei einem neuen Arbeitsplatz im Londoner Stadtteil Soho antreten. Es stellt sich heraus, dass Ihr neuer temporärer Arbeitgeber Cormoran Strike ein Detektiv ist, dessen Detektei - kurz vor dem Bankrot - sich eigentlich gar keine neue Sekretärin leisen kann. Doch Robin bringt Ihrem neuen Arbeitgeber Glück - im neuen lukrativen Auftrag soll die Detektei herausfinden, ob das sich das kürzlich zu Tode gestürzte Star-Model Lula Landry wirklich Suizid begangen hat oder doch vom Balkon gestossen wurde.
Die dichte Atmosphäre des Romans ist deutlich spürbar, auch nach der (guten) Übersetzung von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz. (Wenn man es jetzt ohne DRM kaufen könnte, würde ich mir die Originalfassung auch noch mal als E-Book kaufen. Wer nach "The Cuckoo's Calling EPUB" sucht, findet leider fast nur urheberrechtlich fragliche Seiten. Schade. Aber mit DRM kaufen und illegal herunterladen bestärkt dann gleich zweimal unerwünschtes Verhalten und wird von mir deshalb nicht gemacht.)
Gut gefallen hat mir die engagiert mitermittelnde Sekretärin. Mode- und Musikbusiness mit angeschlossenem Promirummel werden so hohl dargestellt wie sich das die lesende Hella schon immer vorgestellt hat (ob das jetzt der Realität entspricht, weiss ich nicht, aber Promirummel wird Frau Rowling ja sicher kennen ...).
Klassischer Detektivroman (allerdings mit Mobilfunk und Internet) mit wenig hektischer Action aber zielgerichteten Ermittlungen, ich hab auch nicht gleich erraten wer der Täter ist.
Bechdel-Test: erfüllt. Splatter-Faktor: niedrig.
Fünf von fünf Sternen.
(Auf die Webseite verlinke ich bewusst nicht. Ohne Javascript sieht man gar nix, mit versucht es eine Art Multimediashow von Herumblätternden Grafikblöcken zu sein.)
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